Lass uns gemeinsam die Welt ein bisschen liebevoller machen

In diesem Podcast dreht sich alles darum, wie wir es uns als Mama einfacher machen können, wie wir mehr Leichtigkeit in unseren Alltag bringen können.

Den Podcast kannst du dir auf allen gängigen Plattformen anhören.

In dieser ersten Folge stelle ich dir dazu drei verschiedene Wege vor.

Ich bin ein riesengroßer Fan davon, es sicher als Eltern möglichst leicht zu machen und darum geht es heute um drei Wege, wie du es dir als Mutter oder auch als Vater leichter machen kannst. Ich erlebe sehr viele Eltern, für die sich das Elternsein zwischendurch schwer und anstrengend anfühlt.

Familiensprache die funktioniert Freebie

Mutter Sein leichter gemacht

Und ich erlebe auch oft, wie diese Eltern dann erstaunt sind, dass ein anderer Ansatz, ein neuer Weg, diese Schwere in viel mehr Leichtigkeit wandeln kann. Denn wir lieben unsere Kinder doch alle über alles. Und wir möchten einen Weg finden, wie wir gemeinsam zumindest die meiste Zeit zufrieden sein können. Und oft dominieren dann aber Konflikte. Und wir haben das Gefühl, irgendwie funktioniert gar nichts so richtig und wissen nicht, wie wir da raus kommen können.

Ich finde ein Zitat dazu von Jesper Juul sehr stark, der sagt Die meisten Konflikte in der Familie entstehen deshalb, weil ihre Mitglieder nicht in der Lage sind, Nein zu sagen, obwohl sie es möchten, weil sie sich nicht abgrenzen und nicht deutlich genug ausdrücken.

Sagst du manchmal «Nein»?

Vielleicht denkst du jetzt: «Aber ich sage ja oft nein. Ich sag den ganzen Tag Nein zu meinem Kind.»

Das sind unterschiedliche Neins, die wir verwenden können. Das eine ist, was wir auch auf dem Spielplatz immer hören.

«Nein, geht da nicht hin.»

«Nein, macht das nicht.»

«Nein, das tut man nicht.»

Und oft sind diese vielleicht gar nicht so wichtig für uns.

Hingegen möchte vielleicht das Kind am Abend noch eine zweite Gute-Nacht-Geschichte hören. Ich habe aber eigentlich gar keine Lust mehr. Ich mag nicht mehr und ich möchte lieber nur kuscheln, statt noch eine Geschichte zu erzählen. Doch habe ich Angst vor der Reaktion meines Kindes und sagt dann nichts. Das Kind spürt das jedoch. Wir können unseren Kindern nicht ein «Ja» vospielen, wenn wir «Nein» meinen.

Kinder spüren es sowieso

Sie spüren das, jedoch ist ihnen unklar, was genau sie spüren.

Was ist denn nun? Meine Mama sagt ja. Aber irgendwie fühlt sich das komisch an.

Das kann eine Unsicherheit auch beim Kind auslösen. Und damit tun wir uns keinen Gefallen. Denn diese Unsicherheit, das zeigt sich dann im weiteren Verhalten des Kindes auch und auch in meinem Verhalten, weil ich übertrete dann eine Grenze und das saugt mir ganz viel Energie.

Diese Energie wird später dann fehlen. Wenn ich fertig bin mit der Geschichte und das Kind sagt: «Oh, nochmal nochmal», dann werde ich vielleicht wütend.

Erziehung ohne Schimpfen

Wenn ich vorher schon gesagt hätte: «Du, ich sehe, du möchtest gerne noch eine Geschichte hören, gleichzeitig bin ich total müde. Können wir auch kuscheln oder was würde dir noch was bringen in diesem Moment, dass du dann schlafen kannst?»

Vielleicht ärgert sich das Kind darüber. Dann kann ich auch sagen: «Ja, ich sehe, das ärgert dich.» Und das ist auch okay. Das Kind darf sich auch ärgern und es darf das doof finden, dass ich nicht noch eine Geschichte vorlesen möchte.

Mutter Sein leichter gemacht durch Bedürfnisse erkennen

Wenn ich entgegen meinem Bedürfnis trotzdem eine Geschichte vorlese, gibt es am Ende gibt es vielleicht einen Streit und dann haben wir eine schlechte Atmosphäre, wenn wir ins Bett gehen.

Wir alle haben eine Art Tank bei uns, der füllt sich durch gute Interaktionen und durch erfüllte Bedürfnisse und er leert sich durch eine schlechte Stimmung, Streit und unerfüllte Bedürfnisse.

Ist der Tank voll, dann ist die Stimmung gut und die Frustrationstoleranz hoch. Ist der Tank leer, dann haben wir für gar nichts mehr Nerven und das Kind bekommt einen Gefühlsausbruch.

Wenn ich die Geschichte vorlese, obschon ich das nicht mehr wollte, dann leert sich dieser Tank. So habe ich für später hab ich dann nichts mehr übrig, auch keine Energie, um den Rest des Abends noch zu geniessen.

Genau so ist es ganz wichtig, dass wir wissen,

– wann möchte ich denn gerne Nein sagen?

– Wo sind meine Grenzen, was sind meine Bedürfnisse?

Das hört sich vielleicht einfach an. Ist es nicht unbedingt, wenn wir uns nicht gewohnt sind, auf unsere Bedürfnisse zu hören und unsere Grenzen zu erkennen.

Klarheit und innere Stärke

Doch genau diese Klarheit und zu sagen «Nein, das möchte ich nicht. Ich brauche gerade etwas anderes.» Das ist so wichtig für eine gute Kommunikation und eine gute Bindung zum Kind und auch wahnsinnig wichtig für meine Selbstfürsorge und für mein eigenes Wohlbefinden.

Das alles gehört in den Bereich der inneren Stärke, von dem ich überzeugt bin, dass das unseren Alltag mit der Familie viel einfacher macht, wenn wir das schaffen, diese innere Stärke zu vergrößern.

Innere Stärke beinhaltet ganz viele Bereiche. Oft ist es so, dass Leute, die sich besser kennen, ein gutes Selbstbewusstsein haben, auch mehr innere Stärke mitbringen. Wenn wir diese innere Stärke auch haben, dann fällt es uns leichter, uns auch nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen durch die Kinder.

Aber das ist doch anstrengend!

Ich höre oft von Eltern Zweifel an einem friedvollen Umgang mit ihren Kindern. Die Idee gefällt ihnen gut, jedoch befürchten sie, dass dies zu anstrengend in der Umsetzung sei.

Das liegt oft daran, dass sich diese Eltern dann dauernd zusammenreissen möchten. Eigentlich würden sie am liebsten explodieren, doch sie möchten ja diesen friedvollen Umgang, möchten liebevoll mit dem Kind sein. Und dann müssen sie sich zusammenreissen.

Zusammenreissen kostet unglaublich viel Energie und ist auch nicht zielführend. Denn das Kind merkt das sowieso. Und darum ist es super, wenn wir uns damit auseinandersetzen. Wie kann ich diese innere Stärke vergrößern? Wie kann ich damit arbeiten? Denn nicht nur ich profitiere davon und die Beziehung mit dem Kind, sondern auch das Kind.

Innere Stärke entwickeln

Unsere Kinder haben die Widerstandskraft und innere Stärke nicht angeboren, sondern diese entwickelt sich während der Kindheit dadurch, dass sich das Kind mit seiner Umwelt, sowie mit uns auseinandersetzt und von uns auch das vorgelebt bekommt. Also ist das eigentlich eine Win-Win-Situation. Also das Kind profitiert davon, es wird mehr innere Stärke entwickeln können. Du selbst profitiert davon, denn nicht nur im Umgang mit dem Kind, sondern auch sonst bringt dir innere Stärke in so ziemlich jedem Lebensbereich etwas.

Also lohnt es sich auf jeden Fall, die eigene innere Stärke zu trainieren, auch wenn das vielleicht ein Aufwand ist, anfangs sich damit auseinanderzusetzen.

Du brauchst das nicht von einem Tag auf den nächsten zu lernen, sondern eine kleine Übung jeden Tag genügt schon, um eine Veränderung anzustossen.

In den nächsten Podcastfolge wird es dann darum gehen, wie du diese innere Stärke konkret trainieren kannst.

Drei Wege, wie du es dir als Mutter leichter machen kannst.:

1. Innere Stärke erhöhen

2. Die Beziehung zu deinem Kind zu stärken. Denn wenn ihr in einer guten Beziehung seid, dann gelingt es auch viel besser zu kommunizieren. So gelingt eine kooperation viel besser und es kommt zu weniger (heftigen) Konflikten. Also damit tust du dir auch einen Gefallen, wenn du diese Beziehung stärkst.

3. Wissen über die kindliche Entwicklung aneignen. Das klingt vielleicht ein bisschen langweilig, aber ich finde das ganz wichtig, denn wir haben so viel veraltetes Wissen in uns über die kindliche Entwicklung. Und wenn ich denke, mein zweijähriges Kind müsste imstande sein, sich empathisch zu verhalten und es macht das überhaupt nicht. Dann kann mich das aus der Fassung bringen. Das ist das Gegenteil von Leichtigkeit. Dann werde ich wütend und schimpfe vielleicht mit dem Kind. So entsteht ein Druck und Stress für uns beide, ohne dass dabei etwas rausschaut. Denn sich in andere hinein zu versetzen kann ein zweijähriges Kind einfach noch nicht. Du brauchst nicht alles zu wissen, nicht annähernd. Denn das wäre auch gar nicht möglich. Nur gewisse Schritte und dazu gibt es gute Übersichtsbücher, Blogs und Podcasts.

Nächste Podcastfolge: Innere Stärke für Eltern leichter gemacht, Resilienz ist lernbar


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